In Bohinj, im Soča-Tal und auf Karstweiden scheren Schäferinnen die Herden, waschen die Fasern behutsam und verspinnen sie zu Fäden, die Geschichten von Wetter, Weide und Wegen bewahren. Filzpantoffeln, Decken, Hüte und kunstvoll gestrickte Muster wärmen nicht nur Körper, sondern auch die Verbindung zu Bergen. Nachhaltig gefärbt mit Pflanzen, verbinden sie Natur, Technik und die ruhige Geduld des Wartens.
Ahorn, Buche, Fichte und Lärche werden sorgfältig ausgewählt, luftgetrocknet und nach Maserung verarbeitet. Schnitzerinnen achten auf Richtung, Fasern und Spannungen, damit Löffel nicht reißen und Schalen gut in Händen liegen. Der Duft des Werkstoffs lenkt Entscheidungen, Werkzeuge folgen ihm. Aus einem Brett entstehen Gegenstände, die Tische beleben, Mahlzeiten begleiten und den Alltag sanft veredeln.
In Prekmurje und Bela krajina kneten Töpferinnen groben und feinen Ton, mischen Engoben, experimentieren mit Holzbrand und Gasöfen. Formen wachsen aus gutem Timing: Feuchtigkeit, Drehscheibenrhythmus, Wärme und Geduld. Glasuren erinnern an Flussläufe, Felder und Wolkenschatten. So entstehen Krüge, Teller und Vasen, die stille Begleiter werden, resonant in Farbe, Gewicht und Klang beim sanften Antippen.
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